2006/04/05

kindergeburtstage

oder warum ich mich heute so über geburtstaghaben freue

als kind geburtstag haben fand ich immer schrecklich.

ok, nicht ganz. morgens aufgeregt aufwachen, geschenke mit familie auspacken war immer herrlich.

schrecklich war nur das 'freunde einladen und kindergeburtstag veranstalten'.
horror.
grauenvoll.
des nachts unruhig wachgelegen.
die tage sorgenvoll in falten.
freunde einladen.
was für freunde denn? meine einzige freundin m. war auch immer nur so lange meine freundin bis die b. dazukam. oder wer anders. außerdem waren ja auch immer (na gut, ok, fast immer) osterferien und eh' keiner da.

spiele festlegen essen wünschen mitnahmetütchen packen. und immer auf jeden fall das jeweils richtige aussuchen.
sonst würde ich ja ausgelacht.
wie so oft sonst auch.
damals.

besonders dunkelgrau bis schwarz-duster alptraumartig in meiner erinnerung: mein versuch einer schnitzeljagd. nach dem motto: was mama durch b. kann, kann little red adventrice durch e., das ja um ein vielfaches kleiner...
welche orte sind aufzusuchen? warum und weshalb? welche fragen führen dorthin? und welche antworten gibt es? und wohin mit den zetteln? werden die dann auch gefunden? was ist wenn nicht? wie geht es dann weiter? organisations-stress pur. für mich.
ich weiß nicht, ob die damals anwesenden spaß hatten - ich hatte keinen.

nein, ich habe kindergeburtstage nicht gut in erinnerung.
wobei es sicherlich auch gute darunter gab. aber die sind in den schatten, den die anderen hinterließen, untergegangen.


heute
heute ist anders!
heute feiere ich gern geburtstag!
heute habe ich freunde!
tolle freunde!
gute freunde. die mich mögen, so wie ich bin!

was ich nicht mehr tue: geburtstage organisieren.
meine lieblingsgeburtstagsfeiern finden in einer mir angenehmen bar statt – ohne reservierung, ohne vorherige absprache mit besitzer wegen getränken oder anderem denkbaren orga-kram.
alle können vorbeischauen wenn und wann sie wollen und lust haben. und können auch wieder gehen, wenn und wann sie wollen. kein zwang bis 12 durchzuhalten, ständig auf die uhr zu starren, wie lange muss ich noch, wann ist es endlich soweit, wann kann ich dann gehen, 10 nach 12 oder doch besser noch bis halb 1 durchhalten?

solch 'geburstagsrumlungern' ist für mich genau richtig und macht mich glücklich!
und seither bin ich gerne geburtstagskind!!

und so habe ich mich über alle sonntaganwesendgewesenen gefreut, die sich zum geburtstagsrumlungern einfanden!
und allen die nicht kamen: auch ok. dann schaut's ihr halt beim nächsten mal vorbei wenn ihr lust habt.

nachtrag, zur erläuterung:
als kind war ich die einzig rothaarige in einer kleinen stadt. und kinder waren zumindest dort damals nicht tolerant.

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