2006/06/26

mir fehlt 1 E

E ist weg.
weg ist sie.
nach ausland.

die wohnung ist erstaunlich nicht leer – die küche sieht aus wie immer. nur ihr zimmer gähnt. und ihr geist fehlt. mir. und hier in der wohnung. es ist seltsam ruhig und ordentlich. als hätte sich alles schlafen gelegt, unter einer staubschicht zur ruhe begeben, die noch gar nicht vorhanden sein konnte.

wüßte ich es nicht besser – ich könnte denken, sie wäre niemals da gewesen. auf den ersten blick. noch ein blick: das nudelsieb hat sie dagelassen! und das brotbrett. und einen brief. und glücksbambus...

schnell weg. raus aus der wohnung bevor aus tränentropfen flüsse werden. unter leute. unter menschen...

in der nacht an ihr/an das fenster gesetzt und auf die straße geschaut. besser als nach drinnen schauen. im zimmer fehlt sie. es war so lange ihr zimmer. und ich gäbe viel, dass sie wieder da wäre. die E., meine gute freundin und immer wieder und die letzten 3 jahre mitbewohnerin. mit ihren siebensachen! und mit all ihren eigenschaften und eigenarten!

sie ist weg.
und sie fehlt mir.
und der wohnung auch.

wir, die wohnung und ich, wir wünschen viel erfolg im ausland, in der ferne! und danken für anwesenheit, für herz und verstand und humor und alles andere auch!

aber bitte, komm wieder zurück, liebe E.!
irgendwann.
bald?

2006/06/20

berlin! berlin! wir fahren nach berlin!

3:0 für deutschland

ich grinse fröhlichst in mich hinein: ich fahre in jedem fall!
und freue mich in meiner lieblingshauptstadt zuhause sein zu können!

mein herz erwärmt, lachend und mit-singend:

berlin! berlin! wir fahren nach berlin!

2006/06/12

2 koffer am straßenrand

und sie daneben, wartend. ein auto hält an, sie steigt ein. auf dem weg in den urlaub? nein, ich ziehe um, sagt sie und holt ein taschenbuch aus einer der kofferseitentaschen. und wo ist der rest? hast du nicht mehr in den umzugswagen gepasst und musst nun per anhalter hinterher? nein, das ist alles, sagt sie, lehnt sich zurück und blättert um. auf dem weg in einen neuen lebensabschnitt.

modernes nomadentum aufs wesentliche reduziert. eigentlich könnte ich auf vieles verzichten. die 100 bücher, 80 cds, 50 gläser, 20 handtücher, 10 teller und 6 töpfe brauche ich eigentlich nicht. eigentlich.

2006/06/09

andere menschen andere zeiten

andere menschen - also menschen, die nicht ich sind - haben auch andere zeitfenster, beschäftigungszeiten, pausenzeiten und wahrnehmungsmomente. das vergesse ich ja gerne, wenn ich doch so gerne sofort eine reaktion hätte und wünsche.

dann passiert nix sogleich, und flugs krabbeln die selbstzweifel und das wissen um die eigene un-perfektion zur hintertür rein und stellen die ganze bude auf den kopf und hinterfragen das vollbrachte. zurück mit euch! entspannt euch mal! rief ich ihnen gestern zu und hielt ihnen meine 'andere menschen andere zeiten'-erkenntnis entgegen. müde und geschlagen begaben sich selbstzweifel und wissen um die eigene un-perfektion wieder in die tiefen meiner seele hinab. dann noch schnell das dachstübchen der bude wieder aufgeräumt. und die belohnung gab's heute.

abwarten und tee trinken war auf jeden fall - zumindest in diesem fall - genau das richtige!

mit dem festen vorsatz geduldiger zu werden abgang red adventrice ins wochenende und in den sommersonnenuntergang

2006/06/07

playin’ it too cool?

schöner tag. kurzweilig, schrieb er. ja! so war's. und dann

meine antwort...

und 12h später...

'ich habe mich auch gut mit dir unterhalten.' puh. was ist das denn für ein satz? unterkühlt. mindestens kühl. SO wollte ich das doch gar nicht sagen! oder doch? nein! was ich eigentlich sagen wollte: ja! es war ein schöner tag! ja, ich will ein wiedersehen. nächstes wochenende gerne. ich würd' auch mit dir bis nach t. oder k. fliegen. und da könnten wir dann weitersehen...aber geschrieben habe ich es anders:
cool, janz lässig, babe!

super. doof.

würde ich mir antworten? am end' noch mit nem wiedersehen-vorschlag? ich weiß ja nich'...schreib' ich jetzt noch ne mail? mit: ‚alles anders. was ich eigentlich sagen wollte...'? ach, ich weiß auch nicht...mal wieder eine frage von 'was will ich?’ und von 'wie bring’ ich's rüber'

...es ist nicht so einfach mit mailen...neuer morgen, anderes leben, anderswo, und schon bin ich nicht mehr da und will doch da sein auf jeden fall antworten, sofort. sogleich. gedacht, getan. und dann kommt sowas bei raus. cool. too cool. no, this wasn't my intention. but how should you know?

und nun - 12h später - fällt mir auch eine bessere antwort ein: 'one flight to t. please. und wenn uns danach ist, landen wir einfach zwischen in n.? das liegt doch auf dem weg?' oder einfach nur: ‚would be nice to see you again’?

...'rettung' naht, ruhe bewahren, abwarten und tee trinken werde ich jetzt. dank an A.z.!

2006/05/31

freitag 18 uhr in deutschland

papa kommt heim, stellt die brieftasche neben die schuhe im flur, schlüpft in die hausschuhe und gibt mama in der küche einen kuss. das abendessen ist noch nicht ganz fertig, die kinder kommen übermütig tobend aus dem wohnzimmer aufgeregt auf papa einredend einer lauter werdend als die andere was heute so alles passiert ist und was sie fieses zu ihrem bruder gesagt hat aber doch nur weil er in ihrem zimmer war und dass beide zimmer aufgeräumt sind und auch die gästebetten schon bereit weil tante und onkel kommen aus ganz-weit-weg und wann sie denn nun endlich kommen und ob sie solange aufbleiben dürfen und außerdem ist ja auch wochenende und wann sie zum abholen zum bahnhof fahren...

die bahn fährt im bahnhof ein, hält, menschen steigen aus, eilen heimwärts. bis auf einen, der auf dem bahnsteig innehält. einer der sich suchend umschaut, im kreise dreht, an das eine ende des bahnsteigs läuft, und dann an das andere ende spaziert. einen lila plüschesel unterm arm lehnt er sich erwartungsfroh ans geländer, blinzelt lächelnd in die abendsonne, die ihm zum abschied ein strahlen schenkt...

die abendsonne hinter drohend dunklen wolken versteckt. vier räder. drei menschen. ein auto. steht. gemeinsam mit vielen anderen autos. im stau. auf einer autobahn. irgendwo. mittendrin. immer noch. nichts. bewegt. sich. außer den insassen der vielen autos die unruhig gelassen unterhaltend wünschen sie wären schon DA. jetzt. sofort. sogleich. oder wenigstens drei meter weiter. wenigstens langsam vorwärts rollend. und schon hinter k. dann wäre es nicht mehr weit bis e. ab da ist es immer entspannter. außer eine neue baustelle. dann würde es noch länger bis l. dauern. aber dann wäre b. ganz nah...

so wird es sein. oder so ähnlich. oder auch anders. am freitag in deutschland. und ich auch dabei. im stau. in guter gesellschaft.

2006/05/29

if you haven't yet noticed

dear anonymous: this is a german blog. thanks for the compliments on my blog but I doubt they were meant for me?!

komplimente seien mir selbstverständlich immer willkommen aber wie ich bereits hier sagte: bitte MIT direktem bezug zu meinem blog.

und nun hoffe ich, dass ich mit postings über kommentare wieder aufhören kann! es gibt unterhaltsamere themen!